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Oberste Priorität
besitzt das Erreichen individueller Selbständigkeit jedes Jugendlichen.
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Lebenspraktische Vorbereitung auf
die individuelle Zukunft:
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- selbständiges Aufstehen
- bewusstes achten auf Hygiene,
Kleidung und ein gepflegtes Äußeres
- Alltagsverhalten trainieren
und stetig durchführen lassen (z. B. Busfahrten, Einkaufen,...)
- Wahrnehmung von Arztbesuchen
und anderen persönlichen Terminen
- Ausfüllen von Formularen
- Einkaufen von Bekleidung -
Erwerben eines persönlichen Geschmacks
- Ausgestaltung der Räume der
Wohngruppe
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Hauswirtschaftliche Vorbereitung:
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- selbständige Zubereitung von
3 Mahlzeiten über 7 Tage
- Verantwortung für
Verpflegungskasse und Abrechnung in der Gruppe
- Organisation von
entsprechenden Einkäufen und Kalkulationen
- Bedienung von allen
Haushaltsgeräten
- Reinigungs- und Pflegearbeiten
im Haus und Garten
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Lebenspraktische Vorbereitung:
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- Taschengelde - Sparen -
Finanzen - Versicherungen...
- Freizeitgestaltung
- Schlüsselverantwortung
- Führen von persönlichen
Dokumenten
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Soziale Vorbereitung:
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- Aufbau einer spürbaren Lern-
und Leistungsbereitschaft
- Entwicklung von
Sozialkompetenzen wie Kooperation, Kompromissbereitschaft, Zuverlässigkeit
und Verantwortungsbewusstsein
- eigene Standpunkte sachlich
vertreten - argumentieren in pro und kontra
- Konfliktbewältigungsstrategien
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Lebensberatung:
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- Begleitung bei juristischen
Auseinandersetzungen
- Berufsberatung
- Stützunterricht
- Betreuung in schwierigen
Lebenssituationen
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Unser Konzept
basiert ausdrücklich auf der klientzentrierten Entwicklungsauffassung der
humanistischen Psychologie (C. R. Rogers, Perls u. a.) und den Grundgedanken der
Heilpädagogik (P. Moor).
Wir bieten
familienersetzendes Leben unter qualifizierter pädagogischer Führung und Hilfe
an. Unsere Regelleistung schließt eine heilpädagogische Versorgung ein.
Dabei gehen wir von folgenden
Eckpunkten aus:
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- Gruppengröße max. 8
Jugendliche (2x4)
- die Gruppe hat relativ selbständigen
Charakter (wirtsch. Eigenständigkeit)
- die Gruppe bildet Lern- und
Lebensfeld, Ausgleich von Defiziten auch im schulischen Bereich
- zuordnen spezifischer
Arbeitsbereiche aus dem Umfeld der Lehrausbildung (Zielvorstellung!)
- ist Ort des Übens sozialer
Verhaltensweisen und des Kompensierens von Fehlverhaltensformen
- Heilpädagogen, Pädagogen,
Sozialpädagogen und Erzieher sichern Geborgenheit, Akzeptanz und Hilfen für
eine progressive Individualentwicklung
Das alles
geschieht auf der Grundlage von dem Entwicklungsprozess begleitender Diagnostik,
Beobachtung und Analyse.
Die regelmäßigen
Supervisionen dienen einer qualitativen Ausgestaltung unserer Arbeit und sichern
auch in der Zusammenarbeit mit dem Berufsverband der Heilpädagogen ein hohes Maß
an Fachlichkeit.
Der Einrichtung
liegt ein tätigkeitsförderndes Konzept zu Grunde, welches die natürlichen und
räumlichen Gegebenheiten der Immobilie (Stadtrandlage, Waldnähe, vielfältige
Arbeits-, Sport-, Freizeit- und Spielmöglichkeiten) begünstigt wird. Der
Haustierhaltung, dem Gartenbau, aber auch der Freizeit sind in diesem Sinne
nicht nur therapeutische sondern auch pädagogische Relevanz zuzuordnen.
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In Ergänzung unseres heilpädagogischen
Handelns steht ein breites therapeutisches Angebot mit folgendenden
Schwerpunktsetzungen:
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- Verhaltenstraining (nach
Petermann)
- personenzentrierte Gesprächstherapie
(nach C. R. Rogers)
- personenzentrierte
Jugendtherapie
- systemische Familientherapie
- Elemente aus der
Gestalttherapie und der Kunsttherapie
- Mototherapie/Rhythmik
- Musiktherapie (nach Schwabe)
- heilpädagogische
Sprachbehandlung
- Entspannungsverfahren
(autogenes Training, regulative Musiktherapie, Snoezeln)
- Wahrnehmungsförderung/sensorische
Integration
- Konzentrationstraining
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Für jeden
Jugendlichen wird ausgehend vom diagnostizierten Entwicklungsstand ein
schriftlicher Hilfeplan und aus obigem Angebot ein individuell zugeschnittenes
heilpädagogisch-therapeutisches Programm erstellt, das laufend aktualisiert
werden kann.
Die
Erziehungsplanung enthält Aussagen über Nah- und Fernzeile und über die
entsprechenden Mittel und Methoden. Die zuständigen Jugendämter und Behörden,
die Sorgeberechtigten und die Jugendlichen bringen ihre Gedanken in den Prozess
mit ein.
Der regelmäßige
Kontakt zu den Eltern soll sowohl unsere Arbeit begleiten als auch Hilfestellung
für den Jugendlichen sein. Den Eltern stehen wir auf Aufforderung als Partner
und Ratgeber im Sinne einer familientherapeutischen Arbeit zur Verfügung. Wir
besitzen einen engen Kontakt zu den entsprechenden Förder-, Regel- und
Berufsschulen (die alle im näheren Umfeld vorhanden sind) und arbeiten gezielt
an der Ausschöpfung der schulischen Möglichkeiten der Jugendlichen. Dabei
haben sich die benutzten Übungsprogramme gut bewährt.
Das
therapeutische Konzept verfolgt die Ziele und Auffassungen der humanistischen
Psychotherapie. Entsprechend der weltanschaulichen Auffassungen des Trägers
wird keine religiöse Anschauung bevorzugt.
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